Ernährung

Farbstoffe in Gummibärchen

Kinder lieben süsse, bunte Gummibärchen. Doch was steckt hinter den knalligen Farben? Schaden sie ihrem Kind?

Sind Gummibärchen ungesund?
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Gummibärchen sind bei Kindern sehr beliebt. Sie schmecken süss, sehen lustig aus und sind farbenfroh.

Der Farbstoff in diesen Naschereien wird heftig diskutiert. Hat er einen schädlichen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Kindes?

Farbstoffe, die für Lebensmittel verwendet werden, sind Lebensmittelzusatzstoffe. Sie dienen dazu, Lebensmittel besser aussehen zu lassen. Ebenfalls werden sie dazu gebraucht, um Farbverluste, welche beim Verarbeitungsprozess vorkommen können, auszugleichen. Sie können Ihnen so unter Umständen eine bessere Qualität vortäuschen.

Es werden verschiedene Farbstoffe unterschieden. Nur wenige dieser Farbstoffe sind pflanzlichen Ursprungs. Meistens sind es Nachbildungen der Natur, die synthetisch hergestellt werden. Einer neuen Studie aus Großbritannien zufolge können künstliche Farbstoffe die Hyperaktivität Ihres Kindes erhöhen.

Wie ernst die Verantwortlichen in der EU das Problem nehmen, zeigt sich darin, dass ab dem 20. Juli 2010 auf den Lebensmittelverpackungen ein Warnhinweis bezüglich der roten und gelben Farbstoffe angebracht werden muss.

Die einzuhaltende Regel für die EU betrifft Lebensmittel, die folgende Inhaltsstoffe enthalten:

  • Azofarbstoffe Tartrazin (E 102) 
  • Gelborange S (E 110) 
  • Azorubin (E 122) 
  • Cochenillerot A (E 124) 
  • Allurarot (E 129) 
  • Chinolingelb (E 104)

 In der Schweiz hat sich das Bundesamt für Gesundheit aktiv gegen eine solche Bezeichnung entschieden. Da keine wissenschaftlichen Beweise vorliegen, wird der Konsum deshalb bewusst in der Verantwortung des Kunden belassen. Sollte ein Farbstoff in der zugelassenen Menge unsicher sein, findet das Bundesamt für Gesundheit einen Warnhinweis das falsche Mittel. In einem solchen Fall müsste die akzeptierbare Menge reduziert oder der Farbstoff ganz verboten werden, um den Gesundheitsschutz zu garantieren.

Im allgemeinen lässt sich sagen, dass ein Produkt, bevor es in der Schweiz auf den Markt kommt, sehr vielen Tests unterzogen wird. Aus diesem Grund können Sie unbesorgt sein und Ihr Kind die süssen Gummibärchen naschen lassen.

Wenn Sie künstliche Farbstoffe trotzdem meiden wollen, können Sie sich an dem Warnhinweis und der Zutatenliste orientieren. Natürliche und damit ungefährliche Farbstoffe sind färbende Frucht- und Pflanzenextrakte wie Chlorophyll, Beetenrot, Karotinoide, Spinatextrakt, Kurkuma, Holunder, Aronia oder Saflor.

Kommentare

Zum Glück

Zum Glück wissen die lieben Kleinen nicht, aus welchen Schlachtabfällen die Gelatine in den Gummibärchen hergestellt wird. Denn auch wenn die Gelatine nicht schädlich ist - unappetitlich ist die Vorstellung dennoch. Als Kind habe ich auf jeden Fall lange kein Bärchen mehr gegessen, als mein grosser Bruder mir gesagt hat, dass da Schweinefett drin sei....

Schweinefett

Lieber Beat,
Gummibärchen sind übrigens absolut fettfrei. Aber ich gebe dir da recht, was da alles drinn ist... Gelatine wird aus Knochen gewonnen, was ich absolut ecklig finde. Ich denke mir, das die Hyperaktivität der Kinder auch etwas mit dem hohen Zuckergehalt der Gummibärchen zu tun haben könnte. Naja, besser im Mass geniessen. (Wers geniessen kann)

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