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Kaki

Es ist Kaki-Zeit! Erfahren Sie mehr über die Frucht, die uns von Oktober bis Januar etwas Sommergefühle schenkt!

Vielfältiger Genuss mit der einheimischen Exotin
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Der amüsante Name der süssen, orangefarbenen, kugeligen Frucht leitet sich vom wissenschaftlichen Ausdruck für Kakibaum „Diospyroskaki“ ab. Die tomatenähnliche Beerenfrucht stammt aus Nordamerika und Asien, wo sie „chinesische Pflaume“ genannt wird. Die Pflanze gehört zu den Ebenholzgewächsen und wird in unseren Breitengraden vor allem in Südeuropa angepflanzt. Kakis gedeihen aber erstaunlicherweise auch in der Schweiz, wobei sie im Tessin schon länger verbreitet sind als in der Deutschschweiz. Im November leuchten deshalb auch in vielen Tessiner Gärten schöne orangene Kugeln an den kahlen Bäumen. Die frostresistenten Sorten werden jedoch nur so gross wie Aprikosen.

Reif ist die Frucht, wenn die Haut glasig und die Konsistenz sehr weich und schon fast überreif ist. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie die Kaki sofort geniessen, denn sie ist nur begrenzt lagerfähig. Unreife Früchte enthalten sehr viel Gerbsäure (Tannin) und schmecken deshalb herb und im Mund wird ein pelziger Geschmack bemerkbar. Übrigens brauchen Sie die Frucht bei braunen Flecken nicht entsorgen! Die Flecken sind kein Zeichen von Fäulnis, sondern vom hohen Zuckeranteil der Frucht.

Pro 100g enthältdie Kaki einen Nährwert von etwa 70kcal und versorgt uns mit Vitamin A, C und Kalium. In asiatischen Ländern werden der Kaki sogar magenstärkende, fieber- und blutdrucksenkende Eigenschaften zugeschrieben.

Neben der originalen Kaki bestehen bereits unterschiedliche Zuchtformen, wie zum Beispiel die Sharonfrucht und Persimone:

  • Die Sharonfrucht ist eine spezielle Züchtung aus Israel. Sie wurde nach der fruchtbaren Sharonebene benannt. Die Frucht erkennen Sie an ihrer flachen Form und ihrer Härte. Die Sharon enthält keine herben Gerbstoffe mehr und die Kerne, sowie die etwas zähe Haut wurden ebenfalls weggezüchtet. Die Sharonfrucht ist fest und kann wie einen Apfel gegessen werden.
  • Die Persimone ist der japanische Begriff für Kaki. Die Persimone ist wie die Sharonfrucht hart und kann ebenfalls wie ein Apfel gegessen werden. Sie erkennen sie an ihrer ovalen Form.

 

Und nun ab in die Küche!
Ganze reife Kakis einfach quer halbieren und auslöffeln. Noch nicht ganz reife Kakis können Sie in Scheiben schneiden und zu Chips dörren.

 

Kaki-Traum:
4 Kakis quer halbieren, Fruchtfleisch herauslöffeln und in eine Schüssel geben. 4 EL flüssiger Honig, abgeriebene Schale und Saft einer Limette mit dem Fruchtfleisch mischen und 30 Minuten stehen lassen, dann pürieren. 400g des Pürees mit 1 dl steifgeschlagenem Rahm vermischen, das restliche Püree kühl stellen. 1 Eiweiss mit 1 Prise Salz steif schlagen, 2 EL Zucker beigeben, kurz weiterschlagen, sorgfältig unter die Kaki-Rahm-Masse ziehen, 2 Stunden gefrieren. Zum Servieren kalt gestelltes Püree in 4 Gläsern verteilen und aus der Kaki-Rahm-Glacé kleine Mini-Kugeln formen und auf das Kakipüree geben.

 

Milchreisküchlein mit Kaki:
4 dl Milch mit 80g Milchreis und 1 Prise Salz aufkochen und unter gelegentlichem Rühren bei kleiner Hitze zu einem Brei einkochen. Anschliessend 1 EL Butter und 1 Päckli Vanillezucker unterrühren, dann Brei auskühlen lassen.Schlagen Sie 3 Eiweisse mit 1 Prise Salz steif, geben sie nach und nach 90g Zucker bei. Rühren Sie dann die 3 Eigelbe, sowie70g Mehl unter und ziehen Sie die Ei-Mischung sorgfältig unter den Milchreis. Gläser mit der Mischung füllen und 25 Minuten im 180°C vorgeheizten Ofen backen. Pürieren Sie 3 Kakis mit 1 bis 2 EL Zucker und 1 EL Zitronensaft und verteilen Sie das Püree auf die Gläser.

 

Wir wünschen viel Genuss!

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