Kino-Tipp: Albert Nobbs

Rollentausch aus purer Not

Glenn Close als Butler im Spielfilm «Albert Nobbs».

Unscheinbar und einsam: Albert Nobbs, meisterhaft gespielt von Glenn Close.
Autor:
Beat A. Stephan

Das Verhängnis passiert, als der diskrete Hotelbutler Albert das Bett eine Nacht mit dem attraktiven Maler Hubert teilen muss. Da lässt sich Alberts Geheimnis nicht mehr verbergen: He‘s a she! Hinter Albert versteckt sich eine Frau.

«Albert» zog die Hosen an, weil eine Frau ohne Familie und Ehemann im Dublin des 19. Jahrhunderts nur ein Leben in Armut und Einsamkeit fristen würde. Und «Albert» hat noch Pläne in seinem Leben. Nun sieht «er» seine Maskerade in Gefahr. Doch auch der Maler hat Geheimnisse…

Diskret, sensibel und mit kühler Leidenschaft spielt Glenn Close die schwierige Gender-Rolle. Die «Travestie» ist kein billiger Klamauk, sondern eine subtile Studie, die zeigt, wie sich ein Mensch in Grenzsituationen fühlt und verhält. In einer Rolle ist auch Jonathan Rhys Meyers zu sehen, bekannt als Heinrich VIII in der Tudor-Serie. Ein subtiler Macho mit einem Hauch Androgynie.

«Albert Nobbs». Ein Film von Rodrigo Garcia mit Glenn Close in der Hauptrolle. Kinostart am 19. April.

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