Saufen bis zum Umfallen

Jugendliche trinken weniger Alkohol als früher, dafür oft gefährlich viel aufs Mal.

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Jugendliche trinken im Durchschnitt zwar weniger Alkohol als früher. Der massive Alkoholkonsum an einem Abend, das sogenannte Rauschtrinken, hat stark zugenommen.

Ein Beispiel dafür sind Botellónes (span: grosse Flasche). Jugendliche treffen sich im Freien, um sich gemeinsam zu betrinken. Die Getränke bringt jeder selber mit. Auf Internetplattformen wird dazu aufgerufen.

20 Prozent der 14-25 Jährigen haben episodisch 2-4-mal monatlich einen Risikokonsum. Das heisst, sie trinken mehr als 4-5 Gläser Alkohol pro Abend. Die kindliche Leber kann Schäden davon tragen. Hirnzellen sterben ab. Als Folge sinkt die Gedächtnisleistung. Wer als Jugendlicher regelmässig trinkt, hat ein erhöhtes Risiko, später in eine Sucht zu rutschen.

Die anerkannte Droge

Alkohol ist in der Gesellschaft akzeptiert. An fast allen Anlässen wird Alkohol konsumiert. Doch wenn der Alkoholkonsum zur Abhängigkeit führt, wird der Süchtige verachtet. Alkohol ist legal, günstig und einfach zu beschaffen, auch für Jugendliche. Dies macht Alkohol so gefährlich. Schauen Sie deshalb genau hin, was Ihr Kind trinkt.

Erste Kontakte mit Alkohol sollten Jugendliche im Beisein von verantwortungsbewussten Erwachsenen machen, die Grenzen aufzeigen.

Eltern sollten Vorbild sein

Suchen Sie das Gespräch, wenn Sie merken, dass Ihr Kind trinkt. Was sind die Gründe für den Alkoholkonsum? Klären Sie Ihr Kind über die Folgen auf. Seien Sie aktiv mit Ihrem Kind. Beschäftigen und fordern Sie es. Wenn sich Ihr Kind langsam von zu Hause ablöst und sein Verhalten zunehmend vom Freundeskreis beeinflusst wird, sollten Sie weiterhin als gutes Beispiel im Umgang mit Alkohol vorangehen. Überprüfen Sie Ihre eigenen Trinkgewohnheiten und passen Sie diese allenfalls an. Der Einfluss der Eltern ist immer noch wichtig. Falls Sie Verbote aussprechen, achten Sie darauf, dass Sie Vereinbarungen auch konsequent einhalten können. Seien Sie vorsichtig, wie und was Sie verbieten, Verbote können Trotzreaktionen auslösen. Falls Sie merken, dass Ihr Kind regelmässig, auch unter der Woche und alleine trinkt, sind das Warnsignale. Suchen Sie eine Beratungsstelle auf.

Hier finden Sie Hilfe:

  • beim blauen Kreuz: www.blaueskreuz.ch
  • bei den Fachstellen für Alkoholprobleme in Ihrer Region. Es wird auch Hilfe für die Angehörigen angeboten. Das Umfeld ist meist stark betroffen.
  • Bei der Fachstelle für Alkoholprobleme in Winterthur. www.wfa.winterthur.ch gibt es das Therapieprogramm Zebra für Kinder mit alkoholabhängigen Eltern.

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