Gesundheit

Streben nach Schönheit

Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Der "Marilyn Monroe-Typ" als Schönheitsideal der 60er Jahre
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wir streben danach, dem aktuellen Schönheitsideal zu entsprechen. Hier ein Überblick, wie sich Schönheitsideale gewandelt haben.

 

Steinzeit

Die Venus von Willensdorf gilt als Inbegriff der Schönheit dieser Zeit. Ausgeprägte weibliche Rundungen weisen auf Fruchtbarkeit und genügend Fettreserven hin. Was Schönheit damals bei Männern ausmachte ist kaum bekannt.

Altes Ägypten

Die Königin Kleopatra investierte sehr viel Zeit in ihre Schönheit. Laut Überlieferung hat sie täglich in Esels- oder Stutenmilch gebadet, zur Pflege der Haut. Eine schöne Haut war im alten Ägypten sehr wichtig. Zudem wendeten sie bereits Kosmetika an zur Betonung der Augen.

Altes Griechenland

Ein athletischer, braungebrannter Körper bei den Männern, eine weisse, zarte Haut und kleine, feste Brüste mit einem kräftigen Becken bei den Frauen war angestrebt. Ausgewogene Proportionen, nicht zu üppig und zu dünn, waren ein wichtiges Attraktivitätsmerkmal dieser Zeit.

Die Römer

Ein Körperbau wie im alten Griechenland war auch bei den Römern gern gesehen. Fettleibigkeit stand für Reichtum und wurde nicht als Makel angesehen. Mit den Badehäusern entwickelte sich bereits zu dieser Zeit eine Wellness-Kultur. Bei den Frauen wurde zur Verschönerung Make-up aufgetragen.

Das Mittelalter

Eine mädchenhafte, schlanke Figur, blasser Teint, rosa Wangen und ein kleiner roter Mund galt als schön. Idealerweise mit langen, blonden und gelockten Haaren, in Kombination mit blauen Augen. Eine kurvenreiche Frau wird als gefährliche Verführerin angesehen. Make-up und häufige Körperwäsche sind als heidnische Bräuche verpönt.

Renaissance und Barock

Üppigere Frauen waren wieder in Mode. Stark ausgeprägte Hüften galten als Zeichen für Weiblichkeit. Runde und weiche Gesichtszüge mit einem Doppelkinn verziert, waren hoch im Kurs. Goldblondes Haar ein weiteres Schönheitssymbol dieser Epoche. Braune Augen und ein wohlproportionierter und roter Mund vervollständigten das perfekte Gesicht. Im Barock wurden die Frauenkörper noch üppiger. Um diese Üppigkeit in Form zu bringen, setzte sich der Trend des Korsetts durch, was zur Sanduhr-Figur führte. Die nächsten 300 Jahre wurde diese Figur zum Sinnbild der Weiblichkeit. Männer verschönerten sich mit Parfüm, Puder und Perücken.

Das 19. Jahrhundert

Die Kleider der Frauen wurden wieder bequemer, aber das Korsett blieb. Viel Zeit wendeten die Frauen für ihre Frisuren und Make-up auf. Bei Männern war es hingegen verpönt, sich heraus zu putzen. Der männliche Körper wurde zur Ressource im immer schneller werdenden Produktionsprozess. Kurze Haare, körperliche Stärke und Ausdauer waren gefragt.

Die 20er

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren noch dralle Dekolletés trendig. Dies änderte sich mit dem ersten Schlankheitswahn in den 20ern. Was vorher mit Hilfe des Korsetts in Form gehalten wurde, musste nun durch Disziplin bewerkstelligt werden. Schlanke, junge, natürlich gebräunte und gesunde Körper für Frauen und Männer waren in. Der Bubikopf war die Frauenfrisur der 20er. Knielange Röcke, schwarz umrandete Augen und Strass zierten die Körper der Frauen.

Die 30er und 40er

Der Nationalsozialismus setzte dem Trend der 20er ein jähes Ende. Blonde Haare, blaue Augen und ein möglichst athletisch, gestählter Mensch diente als Vorbild. Ein schlanker Körper war für Männer absolute Pflicht. Frauen durften auch wieder mehr Rundungen vorweisen. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich ein rundlicher Körperbau wieder durch. Dieser stand für Wohlstand und Gesundheit.

Die 50er und 60er

Die Vorstellung von Schönheit wurde facettenreicher. Die kurvige Frau war weiterhin hoch im Kurs. Als typisches Beispiel dieser Zeit gilt Marylin Monroe, welche Kleidergrösse 42 trug.

Die 70er

Die Zeit der Magermodels beginnt. Das Vorbild der 70er: Twiggy. Sehr dünne Frauen mit mattierten Lippen und schwarz geschminkten Augen erklommen das Podest des Schönheitsideals. Eine schmale Taille und eine volle Haarpracht waren besonders begehrenswert. Auch Männer trugen nun hautenge Hosen und zeigten ihre Figur deutlicher als bisher.

Die 80er

Das Jahrzehnt der dekorativen Kosmetik. Symmetrische Gesichtszüge und intensives Make-up wurden in der Werbebranche zelebriert. Männer verfielen dem Body-Building-Wahn. Frauenkörper sollten schlank, sportlich und kurvig sein.

Die 90er

Körpermasse von 90-60-90 waren für Frauen weiterhin erstrebenswert. Die Diskussionen um den Schlankheitswahn wurden immer heftiger. Superschlanke Models wie Kate Moss prägten diese Zeit.

Heute

Von Size-Zero bis üppig und kurvig. Was nicht passt, wird passend gemacht. Ein trainierter Körper, welcher aber auch natürlich aussieht, ist das angestrebte Ziel. Was empfinden Sie als schön? 

 

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