Essen und Kochen

Balkonkräuter – Teil 2

Dill – der beste Freund der Gurke

Frischer Dill passt zu mehr als nur zu Fisch und Gurke
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Ob getrocknet oder frisch, Kräuter sind eine Bereicherung für jedes Gericht. Welche Kräuter mit welchen Zutaten am besten harmonieren, erfahren Sie in dieser Reihe. Nach dem Rosmarin, dem Strauch mit Mittelmeer-Feeling, betrachten wir dieses Mal das Gurkenkraut etwas näher.

 

Dill – und wie er in der Küche verwendet wird

Dill hat einen ausgeprägten und kräftigen Geschmack. Klassisch wird er mit Gurken, Fisch und Senf in Verbindung gebracht. Er peppt den ansonsten eher faden Gurkensalat auf, passt hervorragend zum Fisch und den dazugehörigen Kartoffeln und bereichert zahlreiche Dill-Senf-Saucen, die häufig zu geräuchertem Lachs gereicht werden. Der Dill kann mit seinem würzig-süsslichem Aroma jedoch noch viel mehr. Geben Sie Dill in Ihre Rahmsauce, zu pochierten Eiern, zu Spargeln, Bohnen, Pilzen, Erbsen, zu Kalbfleisch und Geflügel sowie in feine Kräuterdips aus Quark oder Joghurt.

Da Dill beim Kochen rasch sein Aroma verliert, sollten Sie Dill bei der Zubereitung unbedingt erst ganz am Schluss zugeben oder nur über die fertigen Gerichte streuen. Getrockneter Dill hat leider ebenfalls kaum Aroma.

 

Mehr über Dill

Anethum graveolens, wie der botanische Namen von Dill lautet, stammt aus dem Vorderen Orient. Heute ist er auf der ganzen Welt verbreitet, in der Küche hat er vor allem in Nord- und Mitteleuropa einen wichtigen Stellenwert.

Dill hat neben der Verwendung in der Küche weitere Talente, so etwa in der Naturheilkunde und in der Schädlingsbekämpfung. Das Kraut hat eine verdauungsfördernde, krampflösende sowie appetitfördernde Wirkung und hält Kohlweisslinge und Zwiebelfliegen wirkungsvoll ab.

 

Die Pflege von Dill

Dill benötigt einen sonnigen, windgeschützten Platz sowie einen lockeren, kalkhaltigen Boden. Pflanzen Sie ihn keinesfalls in der Nähe von Gartenkresse, Fenchel oder Basilikum an, diese Pflanzen verträgt er nicht. Wohl fühlt er sich dagegen zwischen Erdbeeren, Erbsen, Kohlrabi und vor allem zwischen Karotten. Falls Sie Dill in einen Topf anpflanzen möchten, benutzen Sie einen hohen Topf, da er ziemlich lange Wurzeln ausbildet. Im Garten sähen Sie ihn am besten mit einem Abstand von gut 20cm und etwa 1 bis 2cm tief in die Erde.

Dill ist grundsätzlich unproblematisch und pflegeleicht. Achten Sie einfach darauf, dass die Erde stets genügend feucht ist, sich das Wasser aber nicht staut. Düngen müssen Sie das Kraut nicht. Ab und zu etwas Kompost kurbelt sein Wachstum jedoch zusätzlich an.

Dill schmeckt frisch gepflückt am besten, ernten Sie daher immer nur so viel, wie Sie benötigen. Sollten Sie trotzdem einmal zu viel geerntet haben, lässt sich Dill im Kühlschrank einige Wochen halten, sofern er feucht gelagert wird.

 

Weitere Informationen finden Sie auf gutekueche.ch oder wildeisen.ch

 

Viel Vergnügen beim Gärtnern und Geniessen.

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