Gesundheit

Cybermobbing

Schikane im virtuellen Raum

Mobbing geschieht heute häufig im virtuellen Raum
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Mobbing ist leider kein unbekanntes und auch kein neues Thema. Was früher vorwiegend auf dem Pausenplatz oder bei der Arbeitsstelle vorkam, hat mit dem Internet und den sozialen Medien eine weitere Plattform gefunden. Vom sogenannten Cybermobbing sind ganz besonders Jugendliche betroffen.

 

Was ist Cybermobbing?

Der Begriff steht für Mobbing im Internet. Konkret werden Personen über längere Zeit wiederholt über die Medien schikaniert. Dies kann beispielsweise über SMS, Chat-Nachrichten oder Facebook-Einträge geschehen.

Die Täter und Opfer kennen sich häufig aus der Schule, der Wohnumgebung oder einem Verein. Sie beleidigen, erpressen oder bedrohen ihre Opfer direkt oder üben psychischen Druck. Sie stellen dabei ihre Opfer bloss, verleumden sie oder verbreiten Gerüchte. Die Grenzen zwischen Spass und Aktionen, die beleidigen und verletzen sind fliessend. Jugendliche sind sich nicht immer im Klaren, dass für sie spassige Bilder beim Opfer eine ganz andere Wirkung bewirken. Die Folgen vom Mobbing können gravierend sein: Verlust des Selbstvertrauens, Ängste und Depressionen.

 

Wie bemerken wir als Eltern, wenn unser Kind betroffen ist?

Wirkt Ihr Kind verletzt, traurig oder wütend? Zieht es sich zurück und hat vermeintliche gesundheitliche Probleme wie Bauch- oder Kopfschmerzen? Verschlechtern sich die Schulleistung und Ihr Kind möchte nicht mehr mit auf Schulausflüge? Melden sich kaum noch Schulfreunde oder fehlen plötzlich geliebte Gegenstände oder Geld?

Wenn Sie einige dieser Fragen mit Ja beantworten und keine Erklärung dafür vorhanden ist, empfiehlt es sich aufmerksam zu werden. Es könnten Hinweise für Mobbing oder eben Cybermobbing sein.

 

Wie können sich Jugendliche schützen und was können Sie als Eltern unternehmen?

Eine vertrauensvolle Kommunikation zwischen Eltern und Kinder ist sehr wertvoll. Interessieren Sie sich für die Mediennutzung Ihrer Kinder, stellen Sie Fragen oder lassen Sie sich Dinge zeigen. Zudem sollte es Ihnen als Eltern erlaubt sein, ab und zu die Inhalte einzusehen, die Ihre Kinder online stellen. Vereinbaren Sie vorher mit Ihrem Kind, wie Sie es in seiner Mediennutzung begleiten. Und seien Sie bereit, diese Vereinbarung immer wieder anzupassen. Denn je älter Ihr Kind wird, umso mehr wird es selber entscheiden, was es Ihnen zeigen möchte und was nicht. Signalisieren Sie aber klar, dass Sie da sind, wenn Ihr Kind Hilfe braucht.

Sprechen Sie zudem mit Ihrem Kind über das Thema Cybermobbing und wie mit persönlichen, sensiblen Daten im Internet umgegangen werden sollte.

Weitere Informationen rund ums Thema Cybermobbing, zum Schutz davor und wie Sie reagieren können, finden Sie auf jugendundmedien.ch. Auf dieser hilfreichen Homepage finden Sie auch sonst wertvolle Inhalte rund um Jugendliche und Medien.

 

Unterstützen Sie Ihr Kind, sich in der viralen Welt zurechtzufinden.

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