Wohnen

Multifunktionales Kinderzimmer: Ein Ort zum Spielen, Lernen und Träumen

Das eigene Zimmer spielt eine zentrale Rolle im Leben eines jeden Kindes. Gerade in den kälteren Monaten verbringen die Sprösslinge viel Zeit in ihrem kleinen Reich. Ein kindgerechtes Zimmer sollte nicht nur Platz zum Toben, Spielen und Lachen bieten,

Multifunktionales Kinderzimmer
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Autor:
Luzia Ebnöther

sondern auch Rückzugsort, Ruhepol und Platz für friedliche Träume sein. Grundsätzlich sollte man immer versuchen, die Gestaltung des Kinderzimmers gemeinsam mit dem Kind zu planen. Lieblingsfarbe, -motive und Hobbys spiegeln sich dann in der Einrichtung und Dekoration wider, und das Kind fühlt sich heimisch. Als Elternteil muss man aber auch den multifunktionalen Zweck eines Kinderzimmers im Blick behalten – dafür ist es sinnvoll, den Raum in mehrere Bereiche aufzuteilen.

Spiel, Spass und Kreativität

Ein Kinderzimmer muss natürlich Platz zum Spielen, Basteln und Toben bieten. Um das zu gewährleisten, ist es vor allem in kleinen Räumen wichtig, Stauraum zu schaffen. Denn Kinderzimmer müssen nicht chaotisch sein. Mit praktischen und bestenfalls erweiterbaren Regal- und Schranksystemen lässt sich der vorhandene Platz klug nutzen und möglichst viel freie Fläche für eine Spielecke mit Teppich oder Sitzkissen schaffen. Unempfindliche Materialien sind sowohl für Boden und Möbel als auch für die Tapete ratsam – denn fliesst die Kreativität erst einmal, sind oft weder Wände noch Boden vor dem kindlichen Schaffensdrang sicher.

Entspannung und gute Träume

Toben und Spielen machen müde – damit einem erholsamen Schlaf nichts im Wege steht, sollte der Schlafplatz des Kindes möglichst freundlich und hell gestaltet sein. Fröhliche und farbenfrohe Wohnaccessoires fürs Kinderzimmer gibt es für jeden Geschmack – in Bettwäsche mit niedlichen Tiermotiven und mit Vorhängen in warmen, beruhigenden Farben schlafen die Kleinen garantiert albtraumfrei. Lauert dennoch das grüne Monster unterm Bett, raten Erziehungsexperten Eltern, diese Fantasien nicht unter den Tisch zu kehren. Eltern sollten die Ängste ihrer Kinder ernst nehmen und beispielsweise gemeinsam mit dem Kind auf Monsterjagd gehen. Ist am dritten Abend in Folge jede Ecke des Zimmers monsterfrei, sind solche Ängste schnell verschwunden. Auch ein grosses "Monster-Verboten"-Schild oder ein kleines Nachtlicht sorgen dafür, dass sich Kinder sicher fühlen und angstfrei einschlafen.

Lern- und Leseecke

Spätestens zu Schulbeginn wird der eigene Schreibtisch zum Thema. Sinnvoll ist es, höhenverstellbare Tische und Stühle zu kaufen, die mit dem Kind mitwachsen. Das bewahrt davor, alle zwei Jahre neues Mobiliar kaufen zu müssen. Besonderen Wert sollte man auf die Qualität und Funktionalität des Stuhls legen, denn eine ergonomische Sitzposition ist wichtig für ein gesundes Wachstum der Wirbelsäule. Viele Kinder müssen mit der Einschulung erst einmal lernen, ruhig und konzentriert zu arbeiten. Der Arbeitsplatz sollte deshalb keine unnötige Ablenkung bieten und neutrale, aber fröhliche Farben haben. Ein Tisch in Fensternähe und eine schwenkbare Schreibtischlampe sorgen für ausreichend Licht, Stauraum in Form von Rollcontainern oder Regalsystemen für eine aufgeräumte Arbeitsfläche. Obwohl sich der Arbeitsplatz optisch vom Rest des Zimmers abgrenzen kann, sollte er keinesfalls als Fremdkörper im Raum wahrgenommen werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich das Kind innerlich vom Schreibtisch distanziert und die negativen Gefühle unbewusst aufs Lernen und die Schule überträgt.

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