Süssstoffe und Zuckeralkohole – eine Übersicht

«Süssungsmittel», «Süssstoff», «Zuckeraustauschstoff», «Zuckeralkohol», «künstlich», «natürlich»: Schwirrt Ihnen da auch der Kopf? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick.

Mittlerweile gibt es viele Zucker-Alternativen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Es gibt verschiedene Gründe, Zucker zu meiden. Dies können ideelle Gründe sein. Es können aber auch gesundheitliche Gründe sein. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, die vor allem industriell genutzt werden, um Produkte zu süssen. Oft sind diese Alternativen chemisch hergestellt. Daher suchen Viele nach «natürlichen» Alternativen. Sicherlich kennen Sie bereits Stevia, das vor ein paar Jahren einen wahren Boom erlebt hat.

Wir zeigen Ihnen heute kurz auf, wie Sie die verschiedenen Begriffe in der Welt der Süssungsmittel zuordnen können. In zwei folgenden Artikeln werden wir Ihnen einen «natürlichen» Süssstoff - Thaumatin - und einen «natürlichen» Zuckeralkohol - Erythrit - vorstellen. Dabei ist es aber wichtig zu wissen, dass diese natürlich in Lebensmitteln oder Pflanzen vorkommen, aber heutzutage meist industriell hergestellt werden.

 

Das Einmaleins der Begriffe

 

Alles was nicht Zucker ist und zum Süssen verwendet werden kann, wird als «Süssungsmittel» bezeichnet. Präziser handelt es sich bei Süssungsmitteln um Lebensmittelzusatzstoffe, die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen geprüft und zugelassen werden müssen. Die Süssungsmittel werden in zwei Kategorien unterteilt: in «Süssstoffe» und in «Zuckeralkohole», auch «Zuckeraustauschstoffe» genannt.

 

Zuckeralkohole (Zuckeraustauschstoffe)

 

Zuckeralkohole haben etwa durchschnittlich 2,4 kcal pro Gramm. Im Vergleich dazu hat der Haushalts-Zucker 4 kcal pro Gramm. Zuckeralkohole haben einen geringen Effekt auf den Blutzucker, können aber in grösseren Mengen abführend wirken. Sie sind nicht kariogen, das heisst sie bieten den Bakterien in unserem Mund keine Nahrung und verursachen somit keine Karies. Wenn Sie an Diabetes leiden, Bluthochdruck oder schlechte Blutfettwerte haben, eignen sich nicht alle Zuckeralkohole gleich gut. Informieren Sie sich in diesem Fall vorher bei Ihrem Arzt oder bei einer Ernährungsberatung.

Die Süsskraft von Zuckeralkoholen ist geringer bis vergleichbar mit der des Haushalt-Zuckers. Zu den Zuckeralkoholen, die in der Schweiz zugelassen sind, gehören: Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Lactit, Xylit, Erythrit. Mit Ausnahme von Lactit kommen alle genannten Zuckeralkohole auch in der Natur vor.

 

Süssstoffe

 

Süssstoffe besitzen praktisch keine Kalorien und haben keinen Einfluss auf den Blutzucker. Sie sind, wie die Zuckeralkohole, nicht kariogen. Ihre Süsskraft übersteigt die von herkömmlichem Zucker um das bis zu 13’000-fache. Süssstoffe können einen unerwünschten Beigeschmack haben. Durch die Verwendung verschiedener Süssstoffe in einem Produkt, kann dieser Beigeschmack gemildert werden. Sie können daher bei Produkten mit Süssstoffen meist mehrere Süssstoffe in der Zutatenliste finden. Um gesundheitliche Risiken auszuschliessen, wurden ADI-Werte (Acceptable daily intake) festgelegt. Genauere Information dazu finden Sie hier. Zu den Süssstoffen, die in der Schweiz zugelassen sind, gehören: Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam-K, Aspartam-Acesulfam-Salz, Neotam, Neohesperidin DC, Steviolglykoside (Stevia), Sucralose und Thaumatin.

 

Falls Sie mehr zu dem Thema wissen möchten. Wie bereits eingangs erwähnt folgen zwei Artikel in Kürze.

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