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Die Haselnuss - ein erster Herbstgruss

Jetzt liegen die reifen Haselnüsse schon auf dem Boden verteilt oder fallen gerade vom Strauch herunter. Doch sind die Lieblinge der Eichhörnchen auch für den Menschen gesund?

Haselnüsse - lecker und gesund
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Haselnuss enthält die "guten" Fettsäuren

Die Haselnuss gilt als älteste bei uns beheimatete Obstart und ist von der Botanik her eine der wenigen echten Nüsse. Früher galten Haselnüsse als guter Energiespender, heute wird ihr hoher Nährwertgehalt eher gefürchtet. Dies vor allem, weil die Nuss aus etwa 60 Prozent Fett besteht. 100 Gramm Haselnuss mit einer Gesamtenergie von 600 bis 700 Kilokalorien enthalten also etwa 62 Gramm Fett. Jedoch sind drei Viertel der Fettsäuren einfach ungesättigt und weitere 20 Prozent mehrfach ungesättigt.

Dieser hohe Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann Ihre Blutfettwerte positiv beeinflussen. Sie bewirken eine Verringerung des LDL-Cholesterins - das "schlechte" Cholesterin. Dies ist das Cholesterin, das von der Leber her über Ihre Gefässe zu den verschiedenen Geweben transportiert wird. Kommt das LDL-Cholesterin also weniger in Ihren Blutgefässen vor, ist auch das Risiko für arteriosklerotische Erkrankungen vermindert.

Der hohe Anteil an Vitamin E und Karotenen (Naturfarbstoffe) in Haselnüssen hat eine positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nahrung fürs Hirn

Die Haselnuss liefert hohe Mengen an B-Vitaminen, die eine zentrale Rolle für Ihr Nervensystem spielen. B-Vitamine erhöhen Ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Das Studentenfutter enthält also nicht umsonst Nüsse. Heute nennt man solche Nahrungsmittel Brain-Food. 

Die B-Vitamine können aber auch Niedergeschlagenheit entgegenwirken, die Nerven stärken und degenerativen Hirnerkrankungen wie Alzheimer vorbeugen. Nüsse gelten also zu Recht als Nervenfutter. Ebenfalls vorteilhaft: In 100 Gramm Haselnuss stecken 35 Gramm Biotin, das für stärkeres Haar und gesunde Haut sorgt.

Ein Esslöffel voll Haselnüsse pro Tag bringt Ihnen gesundheitliche Vorteile und setzt sich nicht auf den Hüften ab.

Geheimnisvolles Hasel-Brauchtum

Der Haselstrauch gilt als Sinnbild des Lebens und der Unsterblichkeit. Die germanischen Vorfahren hatten ihn Donar, dem Schutzherrn des Gerichtes, geweiht. Deshalb wurden Gerichtsplätze mit Haselruten abgesteckt. Dank dem Schutz Donars durfte auch kein Blitz durch die Hasel fahren. Wer einen Haselstrauch neben dem Haus stehen hatte, fühlte sich vor dem Blitz geschützt, denn der Segen des Strauches galt nicht nur für das Gehölz, sondern auch für die in der Nähe liegende Behausung. Haseln sind beliebte Wünschelruten und sollten in der Christnacht geschnitten werden. Nach altem Volksglauben bringt die Berührung der Ruten Fruchtbarkeit.

Bereiten Sie doch mal ein Haselnuss-Parfait zu

Zutaten für 8 Portionen: 3 Eier, 100 g Zucker, 500 g Rahm, 1 Blatt Gelatine, 100 g Haselnüsse, etwas Nutella.

Zubereitung: Haselnüsse klein hacken, den Zucker karamellisieren und die Nüsse beigeben. Rahm steif schlagen. Eier im Wasserbad (heiss) schlagen, bis es bindet. Die vorher in kaltem Wasser eingeweichte Gelatine zugeben und im Wasserbad (kalt) schlagen. Nun die Haselnussmasse mit etwas Nutella (je nach Geschmack) und den geschlagenen Rahm unterheben. In eine (Brot-)Form füllen (vorher mit Klarsichtfolie auslegen!) und einfrieren.

En Guete

 

Natalie Zumbrunn-Loosli

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