Ernährung

Die Salzstrategie 2013-2016

Weniger ist mehr

Würzig fein - aber bitte im Mass
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Egal, ob in der Suppe oder im Brot, ohne Salz schmeckt vieles fad. Keine Frage, Salz gehört ins Essen. Doch die Dosis macht es: Zu viel Salz schadet Ihrem Körper und ergibt einen hohen Blutdruck und somit Herz- und Kreislauferkrankungen. Auch ein erhöhtes Risiko an Schlaganfällen ist auf einen erhöhten Salzkonsum zurückzuführen. Weiter sorgt ein Zuviel an Salz für eine gesteigerte Ausscheidung von Kalzium und schwächt somit die Stabilität der Knochen. Doch Salz hat auch positive Seiten: Es enthält das Mengenelement Natrium, welches essentiell für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, den Herzrhythmus und die Muskelarbeit ist. Diese lebenswichtigen Funktionen sind mit 550 Milligramm Natrium pro Tag, dies entspricht 1.5 Gramm Kochsalz, bereits gedeckt. Doch der Durchschnittsschweizer nimmt ein Vielfaches dieser Empfehlung auf, nämlich stolze 8 Gramm.

Oft wird im Zusammenhang mit diesem Konsum der Salzsteuer auf dem Tisch verteufelt, doch das Gründübel sind was anderes: Fertiggerichte. Vor allem Fertigprodukte, wie Pizza und Dosenravioli weisen einen hohen Salzgehalt auch. Auch Lebensmittel, zu deren Konservierung Salz verwendet wird, beispielsweise eingelegter Fisch, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren, haben es in sich: So enthält ein Cervelat rund 3 Gramm Salz.

Geht es nach der Salzstrategie 2013-2016 des Bundesamtes für Gesundheit liegt ein Cervelat nur noch in begrenzten Mengen drin: Ziel der Salzstrategie ist es, den Salzkonsum pro Kopf auf weniger als 5 Gramm pro Tag zu senken und damit das Risiko für das Auftreten von Herzkreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Da dies keine einfache Aufgabe ist, erfolgt die Reduktion stufenweise und auf verschiedenen Säulen: Einerseits soll die Bevölkerung für den eigenen Salzkonsum sensibilisiert werden. Indem der Wissenstand über den Salzkonsum und die Gesundheit verbessert wird, wird die Eigenverantwortung des Einzelnen gestärkt.
Weiter soll eng mit der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie zusammengearbeitet werden: Der Salzgehalt von verarbeiteten Lebensmitteln, wie Brot, Suppen und Fertigmahlzeiten, soll bis 2016 um mindestens 16 Prozent reduziert werden: Dies bedeutet, dass eine Pizza, welche momentan noch 6 Gramm Kochsalz enthält, nur noch 5 Gramm aufweisen sollte. Ausserdem soll ein intensiver Austausch mit anderen Ländern und internationalen Organisationen stattfinden, damit von deren Erfahrungen in Bezug auf die Salzreduktion profitiert werden kann.

Ein weiterer Punkt, welche die Salzstrategie 2013-2016 anstrebt, ist eine Verbesserung der Datenlage: Repräsentative Daten zur Kochsalzaufnahme der Schweizer Bevölkerung und Verbreitung von Bluthochdruck sollen erhoben werden. Denn bis jetzt fehlen der Schweiz weite repräsentative Studien.

Ein hoher Salzkonsum ist ein Risikofaktor. Überdenken auch Sie Ihren Salzkonsum, oft sind unscheinbare Lebensmittel wahre „Salzbomben“. Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich!

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