Gesundheit

Ist unser Krebsrisiko beeinflussbar?

Gibt es wirklich präventive Massnahmen?

Risikofaktkoren reduziern
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Am Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISMPZ) in Zürich wird der Frage nachgegangen, wie sich Ernährung und Bewegung auf die Risiken verschiedener Krankheiten auswirken und wie chronische Krankheiten (Diabetes mellitus, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) durch gesünderes Essen und optimierte Bewegung verhindert oder ihr Auftreten verzögert werden kann.

Krebs gilt als eine weitgehend vermeidbare Erkrankung. Studien haben gezeigt, dass Migranten innerhalb weniger Generationen die Krebshäufigkeiten Ihres neuen Heimatlandes angenommen haben. Das lässt darauf schliessen, dass nicht die Gene massgeblich sind, sondern der jeweilige Lebensstil wie Ernährung, Gewicht, Bewegung und das Rauchen.

Krebs entsteht über mehrere Jahre. Lebensmittel und Tabakrauch enthalten diverse Nähr- und Schadstoffe, die den Entstehungsprozess verzögern oder fördern können.

Empfehlungen zur Krebsvorbeugung

  • Halten Sie Ihr Gewicht innerhalb den Normbereiches (BMI 18.5 – 24.9)
  • Vermeiden oder reduzieren Sie Getränke und Lebensmittel, die durch viel Zucker oder Fett eine Gewichtszunahme begünstigen
  • Geniessen Sie täglich 5 Portionen Gemüse und Früchte
  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte
  • Reduzieren Sie Ihren Salzkonsum
  • Verzehren Sie keine verschimmelten Lebensmittel
  • Geniessen Sie rotes und verarbeitetes Fleisch im Mass
  • Bewegen Sie sich täglich
  • Stillen Sie Ihren Säuglinge
  • Vermeiden Sie aktives und passives Rauchen
  • Setzen Sie sich der Sonne mit dem entsprechenden Schutz wie Sonnencreme, Kleider oder Hut aus
  • Gehen Sie regelmässig zu Früherkennungs-Untersuchungen.

Da die Veranlagung und viele weitere Faktoren ebenfalls eine wichtige Rolle bei Krebs spielen, kann eine Krebserkrankung, allein durch eine Verbesserung des Lebensstils und der Ernährung, nicht am Ausbrechen gehindert werden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass unser Lebensstil und unsere Ernährung unser Krebsrisiko beeinflusst – also nutzen Sie die Chance, einen positiven Einfluss zu auszuüben.

Kommentare

Bild des Benutzers Gast

Was ist mit den Gemüsearten,

Was ist mit den Gemüsearten, die immer wieder erwähnt werden?
Wie beispielsweise Kohl, Knoblauch und Tomaten? Stimmt das wirklich?

Spezielle Gemüsesorten

hallo
All die von Ihnen genannten Gemüsesorten enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Stoffe, die in Kleinstmengen in den Gemüsen vorkommen und mithelfen, unseren Körper gesund zu halten.
Also, greifen Sie ungeniert zu!
Beste Grüsse

Kommentar hinzufügen

Facebook

Verwandte Artikel

Was wir essen, wirkt sich auf unser…
Ein kritischer Diskurs
Eine kurze Übersicht
  •  
  • 1 von 76

Buchtipp

Spricht der Laie von Rheuma, meint er zumeist eine primär entzündliche,…
Autor: Dr. Andrea Flemmer ISBN / EAN: 978-3-89993-646-9
0