Gesundheit

Klirrend kalte Hände

«chalti Chlüppli» langanhaltend aufwärmen

Reibung erzeugt Wärme
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wenn es draussen kalt ist, kämpfen viele von uns mit kalten Händen, kalten Füssen oder einer kalten Nasse. Der Grund dafür ist, dass sich bei Kälte die Gefässe in unseren Extremitäten zusammenziehen und dadurch weniger durchblutet werden. Wird die Umgebung wärmer, weiten sich die Gefässe wieder und die kalten Körperteile wärmen sich auf. Eine ganz normale Sache also. Nichtsdestotrotz – UNANGENEHM!

 

Es gibt jedoch Menschen, die ständig an kalten Hände leiden, unabhängig von der Umgebungstemperatur. Die Ursache dafür können Durchblutungsstörungen, Bindegewebserkrankungen oder Hormonstörungen sein. Auch psychische Belastungen können einen Einfluss auf die Durchblutung haben. Bei Stress oder Angst ziehen sich ebenfalls die Blutgefässe zusammen, die Hände werden weniger durchblutet und werden kalt.

 

Was können Sie nun konkret gegen kalte Hände tun?

  • Erstes «must» – klären Sie die Ursache für Ihre kalten Hände ab.
  • Ziehen Sie warme Handschuhe an, wenn Sie nach draussen gehen. Am besten solche, die weder Wind noch Wasser durchlassen. Oder Seiden-Fingerhandschuhe zum Darunteranziehen.
  • Legen Sie sich Wärmekissen in die Handschuhe.
  • Tragen Sie Pulswärmer.
  • Bewegen Sie Ihre Finger. Machen Sie Greif- und Zusammenballübungen.
  • Trinken Sie heisse Tees, speziell Ingwer-Tee wärmt hervorragend.
  • Scharfes Essen kurbelt die Durchblutung an, also geniessen Sie – wenn es Ihr Magen zulässt – vermehrt Tabasco, Paprika, Chili und Pfeffer.
  • Nasse Hände vermeiden. Durch die Verdunstung des Wassers ziehen sich die Blutgefässe zusammen, das kühlt die Hände noch schneller ab.
  • Trainieren Sie Ihre Blutgefässe mit Wechselduschen. Erst eine Minute warm duschen, so weiten sich Ihre Blutgefässe. Im Anschluss 5-10 Sekunden kalt duschen. Die Blutgefässe ziehen sich wieder zusammen. Alternativ können Sie die Wechselduschen auch nur bei den Händen und Unterarmen anwenden.
  • Beugen Sie kalten Händen durch Bewegung vor. Bewegung wie schwimmen, joggen oder ein flotter Spaziergang heizen Ihre Durchblutung an.
  • Verzichten Sie auf’s Rauchen. Auch das wirkt schädlich auf die Blutgefässe.
  • Entspannen Sie sich. In hektischen Situationen wird im Körper Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Die beiden sind ebenfalls an der Engstellung der Gefässe beteiligt.

 

Es kann auch sein, dass kalte Hände nur auftreten, währen Sie am PC arbeiten. Ist das der Fall, hier einige Tipps:

  • Stimmt die Raumtemperatur? Ist es allgemein zu kalt im Raum?
  • Wie ist Ihre Sitzhaltung? Knicken die Handgelenke ein, das kann die Durchblutung erheblich einschränken.
  • Tragen Sie Pulswärmer, um kalten Händen vorzubeugen
  • Stellen Sie eine Tasse Tee auf den Schreibtisch und wärmen Sie sich ab zu die Hände. 

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