Ernährung

Soja-Ernährung für mein Kind?

Wann ist Soja gut für meinen Nachwuchs?

Milch aus Getreide - eher nicht für's Baby
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Es empfiehlt sich, dass Sie für Ihr Kind Säuglings- und Folgenahrung auf Basis von Kuhmilch oder vollständig hydrolisierte Säuglingsmilch bevorzugen.

Was spricht gegen Sojamilch bei Säuglingen?
In Sojamilch sind Phytate, sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytoöstrogene und Aluminium enthalten.

Phytate
Der Stoff Phytat kommt vor allem in äusseren Getreideschichten vor. Ihr Körper verdaut es kaum. Es trägt zum Verlust von Spurenelementen bei: Es bindet Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Eisen und Zink. Und kann somit die Aufnahme von Eisen, Phosphor, Zink und möglicherweise Jod, stören. Das wollen wir klar nicht bei Säuglingen, da Milch ihre Hauptnahrung darstellt.

Phytoöstrogene
Phytoöstrogene gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen unter Anderem in Sojabohnen, Hülsenfrüchte und Getreidekleie vor. Dies sind Stoffe, die in den Hormonhaushalt eingreifen. Somit können sie gegenteilige Wirkungen auslösen. Es wird diskutiert, dass sie das Risiko für eine Schilddrüsenerkrankung beim Säugling erhöhen.

Aluminium
Das Metall Aluminium kommt in der Natur vor. Bis jetzt untersucht die Forschung, welche Einflüsse Aluminium auf Frühgeborene, Säuglinge und Kinder mit Nierenproblemen hat. Für Ihren gesunden Säugling besteht wahrscheinlich keine Gefahr. Jedoch ist es wünschenswert, den Aluminiumgehalt zu reduzieren, da keine gesicherten Daten vorliegen.

Nicht gestillte oder nicht voll gestillte Säuglinge
Bevorzugen Sie Säuglings- und Folgenahrungsmittel, die auf Kuhmilcheiweiss basieren, wenn Sie Ihren Säugling nicht (voll) stillen.

Allergie-Risiko
Für Ihr Neugeborenes mit einem erhöhten Atopie (Allergie)-Risiko macht es Sinn sechs Monate voll zu stillen und bei Bedarf auf hydrolisierte Säuglingsmilch auszuweichen. Soja-Produkte fördern eine Allergie, da das Pflanzen-Eiweiss für den Menschen in dieser Lebensspanne artfremd ist.

Ausnahmen
Ausnahmen bestätigen Regeln. Mögliche Ausnahmen für eine Soja-Ernährung sind:

  • eine angeborene Milchzuckerunverträglichkeit
  • Galaktosämie (zu viel Galaktose im Blut) sowie
  • religiöse und ethische Überlegungen, die zur Ablehnung von kuhmilchbasierten Nahrungen führen

Fazit:
Verzichten Sie darauf, Ihr Baby mit Soja-Nahrungsmittel zu ernähren und vermeiden Sie so mögliche Risiken durch Phytate, Phytoöstrogene und Aluminium. Stillen Sie Ihr Neugeborenes am besten mit Ihrer Muttermilch. Für Ihren Säugling sind Säuglings- und Folgenahrung, die auf Kuhmilch basieren, ideal.

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