Ernährung

Die gesündeste Ernährung für mein Baby

Welche Nahrung ist die Beste für mein Neugeborenes?

Stillen - für Baby und Mami von Vorteil
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die beste und günstigste Nahrung für Ihr Baby ist: Muttermilch.

Das wichtigste Prinzip lautet: Sie stillen Neugeborene so lange, wie es möglich ist. Etwas Zusätzliches wie Beikost oder Tee brauchen Sie nicht. In den ersten 6 Monaten stillen Sie Ihr Baby ausschliesslich. Anschliessend geben Sie Ihrem Baby weiterhin Muttermilch und neu Beikost bis ans Ende des ersten Lebensjahrs.

 

Durch Ihr Stillen tragen Sie dazu bei, Risiken bei Ihrem Säugling zu vermindern:

  • Infektionen des Magens und Darms
  • Durchfall und Mittelohrenentzündung und
  • späteres Übergewicht

 

So können Sie Sicherheit gewinnen:
Stillen Sie das Baby lange und Sie brauchen sich bezüglich seines Wachstums und seiner Entwicklung keine Sorgen zu machen. Und auch Sie können sich freuen, denn Ihr Körpergewicht normalisiert sich durch das Stillen schneller. Auch Teilstillen hat positive Effekte für Ihren Säugling, da es zum Beispiel Durchfall-Erkrankungen senkt.

 

So geht es:

  • Am 1. Tag: Innerhalb der ersten 2-3 Stunden nach Ihrem Gebären legen Sie Ihr Baby zum ersten Mal an Ihre Brust an. Dann stillen Sie es alle 4-6 Stunden.
  • Ab 2. Tag: Sie stillen das Neugeborene frei nach Bedarf. Sie stillen es häufiger, 5-8 Mal pro Tag. Nach Ihrem erfolgten Milcheinschuss stillen Sie es 8-12 Mal pro Tag.

 

Das sind empfohlene Richtlinien. Ihr Kind weiss am Besten, wann und wie lange es die Brust braucht. Als Mutter merken Sie auch bald, wenn Ihr Säugling Milch braucht. Stillen Sie ihn, sobald er danach verlangt.

 

Wertvolle Substanzen Ihrer Frauenmilch
Frauenmilch
liefert Ihrem Baby sowohl alle drei Hauptnährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Proteine als auch Wasser, Vitamine und Mineralstoffe. Ihre Milch enthält alles, was Ihr Baby zum Wachsen braucht. Neben diesen wertvollen Stoffen versorgt die Milch Ihr Baby mit den Schutzstoffen für sein noch unreifes Abwehrsystem.

 

Kuhmilch statt Muttermilch?
Für jeden Stoff in Ihrer Muttermilch ist die Konzentration fein abgestimmt. Die Konzentrationen der einzelnen Stoffe werden für Ihr Kind ständig angepasst: vom Kolostrum zur reifen Milch. Jede Tiermilch wie Kuhmilch hat eine andere Zusammensetzung der Substanzen. Sie sehen in der untenstehenden Tabelle, dass zum Beispiel die Kuhmilch für Ihr Baby zu viel Eiweiss oder zu wenig Kohlenhydrate enthält:

 

Nährstoff1dl Muttermilch1dl Kuhmilch 
Energie69kcal65kcal
Protein1.1g3.4g
Fett4.0g3.6g
Kohlenhydrate 7.0g4.7g

 

Mit Ihrer Muttermilch versorgen Sie es unter Anderem mit der richtigen Menge an Proteinen, den geeigneten Fetten und den nötigen Spurenelementen im Gegensatz zur Kuhmilch.

 

Ein Tipp für Säuglinge, die leichter sind oder die Sie nicht stillen können
Wenn Ihr Nachwuchs kontinuierlich abnimmt, Ihr Milcheinschuss ausbleibt oder sich verzögert oder Sie stillen es nicht oder nur teilweise, füttern Sie ihn mit einer industriell hergestellten Säuglingsanfangsnahrung. Diese Nahrung ist von der Zusammensetzung her ähnlich der Ihrer Muttermilch. Die beiden Milchnahrungen enthalten ungefähr gleich viele Energien und Nährstoffe. Die Fertigmilch kann Ihrem Baby jedoch keine Abwehrstoffe, die in Ihrer Muttermilch vorhanden sind, liefern.

 

Mein Säugling hat ein erhöhtes Atopie (Allergie)-Risiko
Hier brauchen Sie keine Unterschiede zwischen Säuglingen mit und ohne Allergie-Risiko zu machen, wenn Sie Ihren Säugling während des ersten Lebensjahrs ausschliesslich stillen. Können Sie ihn nicht oder nur teilweise stillen, geben Sie ihm HA-Milch (partiell hydrolysierte Muttermilch-Ersatzpräparate).

 

Vitamin-Prophylaxe
Ihre Muttermilch liefert zu wenig Vitamin D und K für Ihr Baby. Es empfiehlt sich daher, dass es zusätzlich Vitamine K und D erhält.

  • Vitamin D
    Sie geben ihm täglich 4 Tropfen Vi-De 3 ®-Tropfen oder 4 Tropfen Vitamin D3 Streuli ® Tropfen ab der 2.-5. Lebenswoche bis Ende des 1. Lebensjahres. Sie geben die Tropfen auf einen Löffel, mischen sie mit einigen Tropfen Muttermilch und geben sie ihm vor dem Stillen in den Mund. So beugen Sie Rachitis (Knochenerweichung) vor.
  • Vitamin K
    Konakion ® MM oral wird Ihrem Baby im Alter von 4 Stunden, 4 Tagen und 4 Wochen bei den Arzt-Kontrollen gegeben. So vermeiden Sie eine Spätblutung.

 

Fazit: Je länger Sie stillen, desto mehr profitiert Ihr Säugling davon. Auch Teilstillen ist wertvoll.

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