Erziehung

Zeugniszeit

Tipps und Tricks für den Umgang bei Misserfolgen

Ungenügende Zeugnisse können sehr belastend sein
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Bald bringt Ihr Kind das Schulzeugnis nach Hause. Nicht für alle Eltern und Kinder gibt es dadurch ein Grund zum Feiern. Einigen Kindern graust es vor den Zahlen, welche ihre Leistungen Schwarz auf Weiss festhalten. Doch auch Eltern sind verunsichert, wie sie mit ungenügenden Noten umgehen sollen. Wie viel Gewicht auf die Noten gelegt werden soll und wie gut sie die Leistung Ihres Kindes erfassen, sei hier dahingestellt. So oder so bedeuten Noten für Kinder einen Leistungsdruck und Misserfolge gehen nicht spurlos an ihnen vorbei. Damit Sie als Eltern Ihre Kinder selbstwertfördernd unterstützen können, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt.

 

Vorbildwirkung

Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass unsere Kinder von uns lernen. Machen Sie sich daher folgende Gedanken:

  • Wie gehe ich mit gemachten Fehlern um?
  • Verurteile ich mich für meine Fehler?
  • Versuche ich von meinem Fehler abzulenken und möglichst schnell das Thema zu wechseln?
  • Mache ich häufig andere für meine Fehler verantwortlich?

Wenn Sie bei Fehler etwas nachsichtiger mit sich selbst umgehen, jedoch trotzdem der Ursache für das Misslingen auf den Grund gehen, anstatt den Fehler zu verbergen, dann können Sie Ihren Kindern ein gutes Vorbild sein.

 

Wie reagiere ich nun bei schlechten Noten?

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, ehrlich zu Ihren Kindern zu sein. Spielen Sie dem Kind falsche Zufriedenheit vor, können sie die Ambivalenz spüren. Dies kann sie an einem sonst schon aufwühlenden und schwierigen Tag noch mehr verunsichern. Mögliche, wertschätzende Reaktionen könnten beispielsweise folgendermassen tönen:

„Ja, du hast ein schlechtes Zeugnis gekriegt. Das tut mir sehr leid für dich. Daran können wir jetzt nichts ändern, da werden wir zusammen durchgehen. Wie geht’s Dir dabei? Was spürst Du denn?“

„Ich war in … immer so schlecht und fand das jeweils auch sehr frustrierend.“

„Kann ich etwas für dich tun?“

„Was können wir im nächsten Semester tun, damit es sich bessert? Wo brauchst Du genau Unterstützung?“

Ihr Kind mit anderen, ausserschulischen Aktivitäten wie beispielsweise dem Erfolg beim Fussball zu trösten, erfüllt in der aktuellen Situation keinen Zweck. Es empfiehlt sich in erster Linie die Gefühle der Kinder abzufangen und Ihnen zu zeigen, dass sich dadurch an Ihrer Liebe rein gar nichts ändert. Auf längere Sicht empfiehlt es sich, zusammen zu schauen, wie es weitergehen soll. Suchen Sie bei Bedarf das Gespräch mit der zuständigen Lehrperson. Dabei kann besprochen werden, wie Ihr Kind optimal unterstützt und gefördert werden kann.

 

Selbstwertgefühl stärken

Wenn Ihr Kind viele Misserfolge in der Schule hat, ist es sehr wichtig Erfolgserlebnisse zu erschaffen. Freuen Sie sich mit Ihren Kindern an kleinen Fortschritten. Erfolge, egal wo und wie klein sie sein mögen, stärken das Selbstwertgefühl Ihres Kindes. Suchen Sie auch ausserhalb der Schule Situationen, bei welchem Ihr Kind Erfolgserlebnisse haben kann. Überlegen Sie sich dazu, was für Interessen und Stärken Ihr Kind hat.

 

Und denken Sie immer daran; es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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