Ernährung

Amarant, Quinoa und Buchweizen – erst ab zwei Jahren

Abwehrstoffe von Pseudo-Getreiden

Ungesund für die Kleinsten
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Amarantpflanze schützt sich mit Gerbstoffen vor Schädlingen. Der Bitterstoff Saponin wehrt Schädlinge für die Quinoa ab. Diese beiden Pseudo-Getreide werden zwar vor dem Verkauf gereinigtes ist aber nicht bekannt, wie viele Gerb- und Bitterstoffe im Produkt übrig bleiben. Auch der Buchweizen sorgt mit seinem roten Farbstoff „Fagopyrin“ in der Schale für Abwehr. Der im Handel angebotene Buchweizen ist geschält. Jedoch können auch hier Spuren von Fagopyrin enthalten sein.

 

Ungeeignet für Säuglinge und Kleinkinder
Die Gerb- und Bitterstoffe von Pseudo-Getreide können bei Säuglingen und Kleinkindern gesundheitsschädigend wirken. Ihr Magendarmtrakt ist noch nicht vollständig ausgebildet und ist daher anfälliger. So können Saponine die Darmwand reizen. Diese wird durchlässiger für Schadstoffe und Allergene, was eine Allergie auslösen kann. Die Gerbstoffe des Amarants hemmen die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Die genügende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist bei Kindern besonders wichtig. Sie benötigen diese Nährstoffe für das rasche Wachstum und die Entwicklung. Bei Einnahme von Fagopyrin der Buchweizenschale kann die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht werden.

 

Pseudo-Getreide für Kinder ab zwei Jahren bis 99
Für Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren ist der Verzehr von Pseudo-Getreide unproblematisch. Waschen Sie Amarant, Quinoa und Buchweizen einfach vor der Zubereitung mit heissen Wasser ab. Wertvoll ist nebst der Abwechslung auch die geballte Ladung an Eiweiss und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Die Besonderheit dieses pflanzlichen Eiweisses sind die darin enthaltene essentielle Aminosäure Lysin, Tryptophan und Cystin. Aminosäuren sind Bausteine von Eiweissen. Sie sind dann essentiell, wenn sie der Körper nicht selbst herstellen kann. Der hohe und qualitativ hochwertige Eiweissgehalt und die doppelte Eisenmenge gegenüber Weizen, machen Pseudo-Getreide wertvoll. Besonders Menschen, die wenig oder kein Fleisch essen, können vom Nährstoff-Gehalt der Pseudo-Getreide profitieren.

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