Essen & Kochen

Bärlauch – erste Frühlingsgrüsse

Knobligeschmack in grünen Blättern

Bärlauch - ein Hauch von Frühling
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Von Mitte Februar bis Mai wächst der Bärlauch auf feuchten und schattigen Laubwaldböden. Wenn Sie die gepflückten Blätter zwischen den Fingern verreiben, riechen Sie den typischen Knoblauchgeruch. Aber Achtung beim selber gesammelten Bärlauch aus dem Wald: wegen des Fuchsbandwurms sollen die Blätter immer gründlich unter fliessendem Wasser gewaschen werden!

 

Wissen Sie, woher der Name kommt? Es gibt die Theorie, dass Bärlauch das erste ist, das Bären nach ihrem Winterschlaf essen. Daher wurde das Kraut nach ihnen benannt.

 

Wie wirkt Bärlauch?

  • Er fördert die Durchblutung.
  • Reinigt Magen, Darm und das Blut.
  • Senkt den Blutdruck und das Cholesterin.
  • Regt den Kreislauf an.
  • Regeneriert die Darmflora.

 

Vorsicht ist beim Pflücken geboten!
Der Bärlauch ähnelt in seinem Aussehen der Herbstzeitlosen und dem Maiglöckchen. Allesamt haben sie dunkelgrüne und längliche Blätter und wachsen an denselben Stellen. Die Blätter der Herbstzeitlosen und die der Maiglöckchen sind aber hochgiftig.

 

Mit Bärlauch können Sie Salat, Suppen, Saucen und Teigrezepte aromatisch verfeinern. Der Bärlauch schmeckt roh und gekocht. Gekocht verliert er seine Schärfe, der typische Knoblauchgeschmack bleibt jedoch erhalten. Auch seine blutdrucksenkende Wirkung geht beim Kochen verloren.
Wenn Sie Bärlauch haltbar machen möchten, dann frieren Sie die Blätter ein.

 

Bärlauch-Pesto
Waschen Sie 50g Bärlauch, tupfen Sie ihn trocken und zerzupfen Sie ihn grob. Pürieren Sie die Blätter mit 2EL Pinienkernen, 2 Knoblauchzehen und 0.5dl kalt gepresstem Olivenöl. Mischen Sie 50g geriebenen Parmesan darunter und schmecken Sie das Pesto mit Salz und Pfeffer ab.

  • Für einen etwas neutraleren Geschmack können Sie statt Olivenöl auch Rapsöl verwenden.
  • Statt Parmesan eignet sich auch geriebener Sbrinz.
  • Dasselbe Rezept funktioniert auch mit Basilikum für eine klassische Pesto-Sauce.
  • Versuchen sie das Rezept einmal mit Rucola.
  • Bereiten Sie das Pesto ohne Käse und ohne Knoblauch zu, geben Sie es in ein gut verschliessbares Glas und bedecken Sie die Paste mit Öl. So können Sie die Mischung ein paar Monate haltbar machen. Zum Verwenden einfach die benötigte Menge mit geriebenem Käse und gepresstem Knoblauch mischen und fertig.

 

Bärlauch-Frittata (für 4 Portionen)
Schälen Sie 1 grosse Kartoffel und schneiden Sie sie in 0.5cm grosse Würfel. Hacken Sie eine geschält Schalotte fein. Beides in 2EL Öl goldgelb braten, bis die Kartoffeln gar sind. Würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer. Verrühren Sie 6 Eier und 3EL kohlensäurehaltigem Mineralwasser. Schneiden Sie 4 Bärlauchblätter in feine Streifen und geben Sie sie zu der Eiermasse. Mit Salz und Pfeffer würzen. Geben Sie die Eimasse zu den Kartoffeln in die Pfanne und lassen Sie sie stocken. Bepinseln Sie 4 Bärlauchblätter mit etwas Öl und braten Sie sie in der Bratpfanne oder unter dem Backofengrill knusprig. Verteilen Sie die Frittata auf vier schönen Tellern und garnieren Sie sie mit den knusprigen Bärlauchblättern, Tomatenschnitzen und Radieslischeiben.

  • Das Rezept funktioniert auch mit anderen Kräutern oder Kräutermischungen
  • Braten Sie zusätzlich Champignonscheiben und / oder Schinkenstreifen an und geben Sie sie mit der Eimasse zu den Kartoffeln.
  • Erfischend dazu passt ein gemischter Salat.

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