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Ernährungsgefahren in der Schwangerschaft

Worauf Sie achten können

Was Essen mit sich bringen kann
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Eine ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft ist gut für Mama und Kind. Hinter all den Lebensmitteln und Produkten verbergen sich auch potenzielle Risiken. Worauf Sie achten können, zeigen die aufgelisteten Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit.

 

Zu grosse Gewichtszunahme während der Schwangerschaft
In der ersten 12 Wochen Ihrer Schwangerschaft ist Ihr Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen erhöht. Im Normalfall bekommen Sie zusätzlich Folsäure und ein Vitaminpräparat, das Ihren Bedarf abdeckt.
Erst ab Ihrem vierten Schwangerschaftsmonat haben Sie einen erhöhten Energiebedarf. Dieser beträgt durchschnittlich 250 – 300 Kilokalorien pro Tag. Was 100g Brot mit 30g Käse entspricht.
Sie sehen also – Essen für zwei während der Schwangerschaft ist lediglich ein Mythos, der zu einer zu hohen Gewichtszunahmen führen kann.

 

Vegetarische oder vegane Ernährung
Durch den Verzicht einer oder mehrerer Lebensmittelgruppen können Vitamin- und Mineralstoffmängel auftreten. Ein solcher Mangel kann die Entwicklung Ihres Fötus negativ beeinflussen. Wenn Sie eine solche Ernährungsform bevorzugen, lassen Sie sich von einer dipl. Ernährungsberaterin unterstützen.

 

Bakterium Listerien 
In Weich- und Halbhartkäse aus roher und pasteurisierter Milch kann sich das Bakterium Listeriose befinden. Eine Infektion bringt im Normalfall grippeähnliche Symptome mit sich. Während der Schwangerschaft ist Ihre natürliche Abwehr verringert und Ihre Anfälligkeit steigt. Zudem sind die Symptome stärker ausgeprägt. Im schlimmsten Fall, kann eine Infektion zu einer Fehl- oder Todgeburt führen.
In der Schweiz ist die Listeriose selten. Wenn Sie sich darauf achten, dass Sie hochpasteurisierte Milchprodukte wie Joghurt und UHT-Milch konsumieren, eliminieren Sie das Risiko einer Ansteckung. Auch Extrahart- und Hartkäse können Sie bedenkenlos geniessen.

 

Die Toxoplasmose
Die Toxoplasmose wird durch einen Parasiten übertragen. Er bleibt nach einer Erstinfizierung ein Leben lang im Körper und verhindert durch seine Anwesenheit eine Neuinfektion. Somit ist nur eine Erstansteckung während einer Schwangerschaft ein Risiko. Meistens wissen wir aber nicht, ob wir schon einmal betroffen waren oder nicht, da eine Toxoplasmose-Erkrankung beschwerdefrei verläuft. Allfällige Symptome ähneln denen einer leichten Grippe.
Die Parasiten verstecken sich in rohem Fleisch und Gemüse. Katzenkot, Erde und Schafe können ebenfalls Überträger der Krankheit sein.
Beim Fötus kann ein Kontakt mit der Toxoplasmose zu Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen führen.
Waschen Sie sich vor der Zubereitung von Speisen immer gründlich die Hände. Umso wichtiger, wenn Katzen in Ihrem Haushalt leben. Putzen oder rüsten Sie auch Gemüse, Früchte und Salat gründlich um allfällige Erreger auf Erdrückständen zu entfernen. Bevorzugen Sie gekochte Lebensmittel, vor allem bei Fleisch, Eierspeisen und Gemüse.

 

Seien Sie sparsam beim Genuss von Leber
Leber enthält natürlicherweise viel Vitamin A. Wenn Sie zu Beginn Ihrer Schwangerschaft grosse Mengen dieses Vitamins aufnehmen, kann das zu Missbildungen Ihres Fötus führen. Besonders viel Vitamin A enthalten die Lebern von fettarmen Fischen und vom Kalb.

 

Achtung Wildfleisch
Während des Herbstes sind Wildgerichte eine gluschtige Verlockung. Wegen dem möglichen, hohen Bleigehalts im Wildfleisch sollten Sie Ihren Konsum auf maximal 200 Gramm pro Woche beschränken. Blei ist plazentagängig und gelangt zum Fötus. Vor allem das Nervensystem kann beeinträchtigt werden, was zu Intelligenz- und psychomotorischen Defiziten führen kann.

 

Lassen Sie sich nicht abschrecken! Wenn Sie unsicher sind, besprechen Sie Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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