Ernährung

Essgründe – Der Hunger

Kann ich ihn kontrollieren?

Hunger zu erkennen ist gar nicht so einfach
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Das typischste hörbare Signal für Hunger ist das Magenknurren. Vielleicht kennen Sie aber auch noch andere Signale, wie Schwäche, Müdigkeit, Zittern. Auch dies können Vorboten des Hungers sein. Können Sie aber kontrollieren, wann Sie Hunger bekommen und wie stark? Falls Sie dies herausfinden möchten, dann lesen Sie weiter.

 

Wie kommt es zum Hunger

Im Körper finden verschiedene, komplexe hormonelle Abläufe statt, die ein Hungersignal auslösen. Ein wichtiges Hormon in diesen Abläufen ist Insulin. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und nur dann ausgeschüttet, wenn Sie Kohlenhydrate essen und dadurch der Blutzuckerspiegel steigt. Insulin sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel wieder sinkt und Sie wieder hungrig werden.

 

Hungerrhythmus

Unsere biologische Uhr steuert den Hunger. Wenn sie falsch geht, fördert dies das Risiko für Übergewicht. Normalerweise meldet sich der Hunger alle vier bis fünf Stunden. Dieser angeborene Hungerrhythmus verliert sich mit der Zeit, zum Beispiel wenn Sie:

  • Zwischenmahlzeiten einnehmen.
  • Essen als Ersatzbefriedigung wählen.
  • Schichtarbeit leisten
  • und nächtliches Essen ein Thema ist.

Je mehr Mahlzeiten wir zu uns nehmen, desto eher geht die Kalorienaufnahme über den Bedarf hinaus. Zusätzlich schüttet der Körper nach jedem Snack Insulin aus, was die Fettverbrennung hemmt.

 

Was ist Heisshunger?

Es gibt verschiedene Formen des Heisshungers. Es wird dabei in den körperlich und den psychisch bedingten unterschieden. Oft haben Sie ein starkes Verlangen nach etwas Süssem oder generell kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Der körperlich bedingte Heisshunger kann ein Signal sein für eine Unterzuckerung. Das heisst, der Blutzuckerspiegel ist zu tief. Mit schnell verwertbaren Kohlenhydraten wie Traubenzucker steigt der Blutzucker schnell wieder an. Der Heisshunger wird durch diese schnell verwertbaren Kohlenhydrate, wozu auch Süssigkeiten, Desserts, Süssgetränke, Fruchtsäfte und Weissmehlprodukte gehören, aber noch begünstigt. Daher essen Sie bei Heisshunger besser langsame Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte kombiniert mit eiweissreichen Lebensmitteln wie Trockenfleisch, Käse, Eier, Quark. Auch nach Diäten kann es vermehrt zu Heisshungerattacken kommen, da der Körper versucht das Kaloriendefizit wieder aufzuholen. In der Schwangerschaft beziehungsweise während dem Menstruationszyklus wird Heisshunger durch hormonelle Einflüsse begünstigt. Der psychisch bedingte Heisshunger wird zum Beispiel durch Stress oder negative Gefühle ausgelöst. Diese Essgelüste können sich dann in Gewohnheiten oder in extremen Fällen in eine Essstörung umwandeln.

 

Hören Sie auf Ihren Körper und achten Sie auf Ihren Rhythmus. So bleibt das Essen ein Genuss ohne Frust und der Hunger hält sich in Grenzen.

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