Ernährung

Fasten – sinnvoll oder nicht?

Braucht unser Körper eine Reinigung?

Zeit zu Fasten?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Betrachten wir die schulmedizinische Ansicht oder die wissenschaftliche Meinung über das Fasten, dann ist Fasten sinnlos. Im Körper lagern sich keine giftigen Schlacken ab. „Schlacken“ wurden weder genauer definiert, noch wurden sie je von jemandem gesehen oder in einem Labortest nachgewiesen.

Dennoch wird Fasten immer wieder angepriesen gegen vielerlei Leiden und Beschwerden.

 

Zu überlegen gilt:
Wieso möchten Sie fasten? Sind das religiöse Gründe, Gewichtsgründe, Wohlfühlgründe oder andere?

Gegen das Fasten an und für sich spricht nichts, solange Sie es auf eine gesunde Art und Weise tun, sich realistische Ziele und Umsetzungen vornehmen und das Fasten auf wenige Tage im Jahr beschränken.

 

Wobei Fasten helfen kann

  • Einen Start festlegen
    Egal, ob Sie eine Essensumstellung in Angriff nehmen möchten, den Frühling „gereinigt“ beginnen möchten oder eine neue Ära in Ihrem Leben einläuten möchten. Mit Fasten kann ein solcher Moment unterstrichen werden. Dabei reicht es auch, einen Fastentag einzulegen.
  • Wohlfühlmoment
    Wenn Sie das Gefühl haben, Sie fühlen sich schwer und träge oder Sie möchten den Winter nun endgültig abschütteln, dann kann eine kurze Fastenzeit helfen, dieses befreiende Gefühl zu erleben. Es geht darum, aktiv etwas für ein verändertes Wohlbefinden zu unternehmen.

 

Die Gefahren des Fastens

  • Alles, was übertrieben wird, schadet mit der Zeit. Auch das Fasten. Wenn zu lange ein strenger Verzicht auf Lebensmittel betrieben wird, ist die Gefahr einer Mangelernährung geben.
  • Am Anfang kann es gut sein, dass Gewicht verloren geht. Nur das trügt. Als erstes nimmt der Körper Wasser ab und das können ein paar Kilo Unterschied machen. Leider gehen aber über kurz oder lang Muskeln verloren und das gilt es für eine gute Gesundheit und einen stabilen, kräftigen Körper zu verhindern.

 

Fasten – Tipps
Wenn Sie fasten möchten, halten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache, vor allem wenn die Kur länger als 3 – 4 Tage dauern soll.

  • Fasten Sie nur, wenn Sie sich körperlich gesund fühlen.
  • Nehmen Sie sich während einer Fastenzeit frei bei der Arbeit. Die Meinung ist nicht, mit weniger Energie dieselbe Leistung zu erbringen. In der Zeit des Fastens sollten Sie sich Zeit für Ruhe und Entspannung gönnen.
  • Dennoch sollten Sie in einer Fastenphase Bewegung mitintegrieren. Nur so können Sie einen Muskelabbau reduzieren oder gar verhindern.

 

Fasten ohne zu hungern
Sie müssen nicht gänzlich auf feste Nahrung verzichten. Sie können auch eine Fastenzeit durchführen, die durchaus den Empfehlungen einer gesunden Ernährung nahe kommt. Diese Ernährungsform können Sie problemlos mehrere Wochen durchführen.

  • Trinken Sie ausreichend. Mindestens 2 Liter pro Tag. Empfehlenswert sind hier ungesüsste Getränke wie Wasser, Tees oder Bouillon.
  • Verzichten Sie auf Koffein – auch im Tee, Schwarztee, Alkohol und Nikotin.
  • Essen Sie ovo-lakto-vegetabil. Das heisst: Eier und Milchprodukte sind erlaubt, Fleisch und Fisch sind tabu.
  • Essen Sie regelmässig drei Mahlzeiten am Tag. Diese immer aufgeteilt auf 1/3 Beilagen, 1/3 Eiweiss und 1/3 Gemüse oder Salat.
  • Beschränken Sie Ihren Früchtekonsum auf zwei Handvoll pro Tag.
  • Bewegen Sie sich täglich für 30 Minuten am Stück. Wählen Sie was Ihnen am meisten Spass macht – Schwimmen, Laufen, Walken, Inline-Skaten oder Velofahren.

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